Las Hurdes (Land ohne Brot)
Luis Buñuel, Spanien, 1933, 30 Min.
Las Hurdes ist ein Film über ein Dorf in einem der ärmlichsten Landstriche Spaniens in der Nähe von Salamanca.
In kritischer Weise werden endemische Armut und kärgliche Existenzbedingungen aufgezeigt - die Tragödie der einfachen Leute. Das ungeschminkte Porträt der grausamen Lebensbedingungen der Bevölkerung von Las Hurdes war seinerzeit sogar der linken, republikanischen Regierung Spaniens ein Dorn im Auge.
In kritischer Weise werden endemische Armut und kärgliche Existenzbedingungen aufgezeigt - die Tragödie der einfachen Leute. Das ungeschminkte Porträt der grausamen Lebensbedingungen der Bevölkerung von Las Hurdes war seinerzeit sogar der linken, republikanischen Regierung Spaniens ein Dorn im Auge.
Orfeu negro (Black Orpheus)
Marcel Camus, Brasilien, 1959, 100 Min.

Angelehnt an die griechische Tragödie "Orpheus und Euridike" erzählt Regisseur Marcel Camus die ergreifende Ballade zweier Liebender vor dem Hintergrund des Karnevals in Rio in einem phantastischen und poetischen Rausch von Farben und Rhythmen.
Den einleitenden Worten von Dr. Mundhenke konnte
AntwortenLöschenich leider nicht beiwohnen, ich weiß nicht, ob diese
derart aufzeichnensreif waren, dass ich sie hätte
hinterher als Produkt erwerben können, wäre jemand
findig genug gewesen, sie für die Nachwelt aufzuzeichnen,
so wie ich mir die Eröffnungs-Filme hinterher,
kürzlich erst, ansah, welche glücklicherweise erhältlich sind,
meinen Dank an die findigen Archivare:
Warum war Las Hurdes der republikanischen Linken
in Spanien ein Dorn im Auge? Aufgrund seiner
unkommentierten Ambiguität? Auf einer Seite Doku-
mentarfilm-Fiction-Persiflage, andererseits am Ende
die Ansage von: Faschismus bekämpfen und Aufruf zur
Vernetzung von Menschen in Missständen um deren
Milderung, schliesslich Aufhebung dieser willen; der Staat
muss helfen gegen Elendszustände - auch wenn keiner weiß,
wo dieses verfluchte kleine gallische Dorf, nein,
das Gebiet von Las Hurdes eigentlich genau liegt -
Surrealisten-Dokumenarfilm? sicherlich provokant.
Orfeu Negro: Packend, der betagte Stoff erzählt mir auch
heute noch etwas, dem ich mich nicht verschliessen
kann, seine Verlagerung auf den Karneval von Rio,
Karneval als Mystik, Mystik-Mythos-Doppelung,
Menschen die wunderbar tanzen können,
immer wieder die Assoziation von Heimatfilm,
die spärliche Art der Kulisse, doch stört mich dies
nicht letztenendes, die Naivität des Protagnisten
Orfeu, ist sie bei Ovid oder Vergil ähnlich beschrieben?,
vielleicht gewinnt der Film gerade dadurch,
dass nicht versucht wird, die Charaktere allzu tief
zu zeichnen, so oberflächlich und mystisch erscheinen
zu lassen, so wie mythisch der griechischen sage nach.
Ich habe den Film auf Portugiesisch mit deutschen Untertiteln
gesehen, komplett auf Deutsch mutet er bestimmt allzu sehr wie
ein Heimatfilm an und es wäre mir zu viel.
Mir fiel die Namensverwandschaft des Filmemachers
zu Albert Camus auf, welcher ein Jahr nach Marcel C.
im heutigen Algerien geboren wurde -
Interessant wäre, wie Marcel Camus darauf kam,
diesen Stoff in Brasilien zu drehen -
Überhaupt wird dieses Jahr meine Präsenz
im Gegensatz zu vergangenem Jahr
eine wirkliche sein, denke ich mir jetzt.